Torspektakel und Krimi: Die U23 erlebt ein intensives Handball-Wochenende

Der THW Kiel hat ein ereignisreiches Wochenende hinter sich – mit einem eindrucksvollen Auswärtssieg im Verbandspokal in Lübeck und einer bitteren Heimniederlage in der Regionalliga gegen den Handball Sport Verein Hamburg. Während die Zebras unter der Woche ein wahres Torfestival feierten, mussten sie am Samstagabend trotz großem Kampfgeist ohne Punkte bleiben.

Torspektakel in Lübeck: Triumphaler Pokalauftritt der Zebras

Mit einer konzentrierten und hochdominanten Leistung hat der THW Kiel im Männer-Verbandspokal ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Beim MTV Lübeck feierten die Zebras einen überragenden 50:25-Auswärtssieg (26:11) und ließen von Beginn an keinen Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen. Vor 47 Zuschauern in Lübeck präsentierte sich das Team in Torlaune und mit großer Spielfreude.

Bereits in der Anfangsphase übernahm der THW das Kommando. Nach nur 15 Minuten stand ein deutlicher 14:5-Vorsprung auf der Anzeigetafel, der kontinuierlich ausgebaut wurde. Mit schnellen Gegenstößen, konsequentem Tempospiel und hoher Abschlussqualität setzten sich die Kieler Tor um Tor ab und gingen mit einem komfortablen 26:11 in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der THW Kiel hungrig. Mit weiteren 24 Treffern in der zweiten Hälfte baute die Mannschaft den Vorsprung souverän aus und ließ dem MTV Lübeck kaum Entlastung. Besonders beeindruckend war eine Serie von zwölf Treffern in Folge, die den Grundstein für den klaren Erfolg legte. Überragender Akteur war Oscar Erasmus Prawda, der mit 14 Toren fast ein Drittel der gesamten Mannschaftstreffer erzielte.

Am Ende stand ein hochverdienter 50:25-Erfolg, der die starke Form der Zebras im Pokal unterstrich und Lust auf die kommenden Aufgaben machte.

Torspektakel in Altenholz-Stift: Zebras unterliegen Hamburg im Torfestival

Nur zwei Tage später erlebten die Zuschauer in der Edgar-Meschkat-Halle ein weiteres Offensivspektakel – diesmal allerdings mit dem besseren Ende für den Gast. In einem packenden Regionalliga-Duell musste sich der THW Kiel dem Handball Sport Verein Hamburg knapp mit 42:44 (20:22) geschlagen geben. 130 Zuschauer sahen ein intensives, temporeiches Spiel auf Augenhöhe.

Die Partie begann mit hohem Tempo auf beiden Seiten. Hamburg erwischte den besseren Start und erspielte sich nach 15 Minuten einen ersten Vier-Tore-Vorsprung. Der THW kämpfte sich jedoch zurück, verkürzte immer wieder und hielt das Spiel offen. Zur Halbzeit lagen die Zebras mit 20:22 nur knapp zurück – alles war noch möglich.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich der offene Schlagabtausch fort. Hamburg konnte sich zwischenzeitlich auf sechs Tore absetzen, doch der THW zeigte Moral und kämpfte sich in der Schlussphase noch einmal heran. Trotz großem Einsatz reichte es nicht mehr zur Wende – am Ende fehlten nur zwei Treffer zum Punktgewinn.

Mit jeweils neun Toren ragten Mathis Niederberger für den THW und Christopher Welter für Hamburg als beste Werfer heraus. In einem Spiel mit enormer Torfrequenz – kaum zwei Minuten vergingen ohne Treffer – entschieden am Ende Kleinigkeiten und die etwas ruhigere Spielweise der Gäste. Trotz der Niederlage bewiesen die Zebras Kampfgeist und Offensivkraft und nahmen wichtige Erkenntnisse für die kommenden Aufgaben mit.

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