MATCHDAY.REPORT U13 – Charakter gezeigt, Erfahrung gesammelt
Zebra-Streifen unter Druck – Entwicklung im Fokus
Was für ein Handballkrimi in Kiel! In einem torreichen und hochintensiven Duell musste sich der THW Kiel dem HC Treia/Jübek knapp mit 35:36 (19:18) geschlagen geben. 85 Zuschauer sahen ein Spiel mit enormem Tempo, hoher Abschlussfrequenz und vielen emotionalen Momenten. Es war ein Duell auf Augenhöhe – mit dem glücklicheren Ende für die Gäste.
Starker Beginn und erarbeitete Führung
Von Beginn an begegneten sich beide Mannschaften mit offenem Visier. Nach zehn Minuten stand es 7:7 – ein klares Zeichen für ein ausgeglichenes Spiel. Die Zebras agierten mutig, suchten konsequent den Abschluss und hielten das Tempo hoch. Bis zur Halbzeit erarbeitete sich der THW eine knappe 19:18-Führung. Struktur im Angriff, Bereitschaft in der Defensive und mannschaftliche Geschlossenheit prägten diese Phase.
Spannende zweite Halbzeit
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Team konzentriert. Zwischenzeitlich gelang es sogar, sich mit drei Toren abzusetzen. In dieser Phase zeigte sich, welches Potenzial in der Mannschaft steckt – Spielübersicht, Entscheidungsfreude und eine klare Linie im Positionsangriff.
Entscheidung in der Schlussphase
Doch Handballspiele auf diesem Niveau werden in Details entschieden. In der Schlussphase nutzte der HC Treia/Jübek seine Chancen konsequent. Allen voran Marten Hinrichsen, der mit 17 Treffern eine außergewöhnliche Leistung zeigte. 36 Sekunden vor Abpfiff fiel der entscheidende Treffer zum 36:35. Trotz großem Einsatz in den letzten Sekunden gelang der Ausgleich nicht mehr. Die Intensität spiegelte sich auch in den Strafen wider: Vier Hinausstellungen und eine Disqualifikation auf Kieler Seite zeigen, wie engagiert verteidigt wurde. Gleichzeitig sind genau diese Situationen Lernfelder für eine junge Mannschaft.
Entwicklung vor Ergebnis
Gerade im Jugendbereich steht nicht ausschließlich das Resultat im Mittelpunkt, sondern die individuelle und mannschaftliche Entwicklung. Spiele wie dieses sind wertvolle Bausteine im Reifeprozess. Fehler gehören dazu – und sie sind keine Rückschläge, sondern Helfer. Sie zeigen auf, woran gearbeitet werden muss, schärfen das Entscheidungsverhalten und fördern die Spielintelligenz. Die Mannschaft hat über weite Strecken bewiesen, welches Potenzial in ihr steckt. Nun gilt es, aus bestimmten Situationen die richtigen Schlüsse zu ziehen, Abläufe weiter zu stabilisieren und in Druckmomenten noch klarer zu agieren. Entwicklung entsteht nicht im Komfortbereich, sondern in intensiven Spielen wie diesem.
Blick nach vorne
Am kommenden Samstag um 14:00 Uhr trifft die U13 in der Halle der IGF auf die SG Bordesholm/Brügge. Eine neue Aufgabe, eine neue Chance, die nächsten Schritte in der Entwicklung zu gehen.
Die Richtung stimmt. Einsatz, Teamgeist und Lernbereitschaft sind klar erkennbar. Wenn diese Mannschaft weiter konsequent an sich arbeitet, werden die nächsten engen Spiele mit Sicherheit zugunsten der Zebras entschieden.
Nächstes Spiel der U13 am nächsten Samstag um 14:00 Uhr in der Halle der IGF-Friedrichsort:
THW Kiel U13 – SG Bordesholm/Brügge



