MATCHDAY REPORT U19 – AUSVERKAUFT. EMOTIONEN. ZEBRA-POWER. FINALE
HEIN DADDEL ERZÄHLT: WENN DIE HALLE BEBT UND ZEBRAS ÜBER SICH HINAUSWACHSEN
Moin, ich bin Hein Daddel – und ich sag euch gleich: So einen Abend vergisst selbst ein altes Zebra wie ich nicht.
Schon lange bevor der Anpfiff kam, war rund um die Edgar-Meschkat-Halle etwas ganz Besonderes zu spüren. Ich stand draußen vor der Halle, hab mir die Szenerie angeschaut – und konnte es kaum glauben: Eine Schlange von Zebrafans, so weit das Auge reicht. Kinder, Eltern, Trainer, ehemalige Spieler – alle wollten dieses Spiel sehen.
Und dann kam der Moment, der mir wirklich unter die Haut ging:
Die Halle war komplett ausverkauft. Bis auf den letzten Platz. Und trotzdem standen noch Fans draußen… einige mussten tatsächlich wieder nach Hause gehen, weil einfach kein Platz mehr war. Ganz ehrlich? Da habe ich geschluckt.
AUSVERKAUFT IM JUGENDHANDBALL. DANKE AN ALLE FANS FÜR DIESE UNGLAUBLICHE STIMMUNG – IHR HABT DIE HALLE BEBEN LASSEN!
Das zeigt, was hier gerade entsteht. Das zeigt, wie viel Begeisterung, wie viel Herzblut und wie viel Qualität in diesen jungen Spielern steckt. Drinnen? Da war es laut. Richtig laut. Die Halle hat gebrummt, die Stimmung war elektrisierend – und ich wusste sofort: Heute tragen die Fans die Jungs. Als das Spiel dann endlich losging, gab es kein Abtasten. Beide Teams waren sofort da. Unsere Zebras mit Tempo, mit Mut – aber die Füchse? Die haben sich davon kein bisschen beeindrucken lassen. Clever, beweglich, mit richtig Zug zum Tor haben sie dagegengehalten.
Ich hab mich an die Bande gestellt, die Hufe fest aufgesetzt, und gedacht:
„Hein Daddel, das hier ist kein normales Spiel – das ist ein Halbfinale, das man fühlen kann!“
Es ging hin und her, Tor um Tor. Mal wir vorne, mal die Füchse. Keiner konnte sich absetzen. Genau solche Spiele braucht es für die Entwicklung – Spiele, in denen du Entscheidungen treffen musst, in denen du unter Druck stehst, in denen du wächst. Als es mit einem 12:12 in die Halbzeit ging, war die Halle schon komplett auf Betriebstemperatur. Ich hab tief durchgeatmet und mir gedacht: „Jetzt kommt die Phase, in der sich zeigt, wer als Team bereit ist, den nächsten Schritt zu gehen.“
ZWEITE HÄLFTE – UND DANN KAMEN UNSERE ZEBRAS WIE IM MÄRCHEN ZURÜCK.
Mit Energie. Mit Klarheit. Und vor allem: als Einheit. Allen voran Johann Rohwer – was für ein Spiel! Zehn Tore, Verantwortung übernommen, vorangegangen. Aber das war kein Einzelauftritt. Das war Teamarbeit. Jeder hat seinen Teil beigetragen, jeder hat mitgezogen. Doch ich will eines ganz klar sagen: Die Füchse haben ein starkes Spiel gemacht. Die haben sich nicht abschütteln lassen, haben immer wieder Lösungen gefunden. Leo Nowak und Dominik Barth haben ihr Team im Spiel gehalten und gezeigt, was in ihnen steckt.
Genau das macht solche Spiele so wertvoll. Es geht nicht nur ums Gewinnen – es geht darum, sich zu messen, zu lernen, sich weiterzuentwickeln. Dann kam diese Phase, in der ich gespürt habe: Jetzt kippt es ein bisschen in unsere Richtung. Die Zebras setzen sich leicht ab. Drei Tore vorne. Vier Tore. Kein riesiger Abstand – aber einer, der Selbstvertrauen gibt.
Und die Halle? Die ist explodiert! Ich stand da, hab die Arme – na gut, die Vorderläufe – hochgerissen und die Jungs angefeuert. Die Energie von den Rängen hat man auf dem Feld gespürt. Jeder Ballgewinn wurde gefeiert, jedes Tor bejubelt.
Aber es blieb spannend. Die Füchse kamen nochmal ran, kämpften sich zurück. Und genau in diesen Momenten zeigt sich, wie weit man ist. Unsere Zebras blieben ruhig. Kein hektisches Spiel, keine unnötigen Fehler. Stattdessen klare Entscheidungen, saubere Abschlüsse – und eine Abwehr, die zusammengearbeitet hat wie ein echtes Rudel. Als dann die letzten Minuten liefen und das Spiel langsam in unsere Richtung kippte, wusste ich: Das lassen sie sich nicht mehr nehmen.
Der Schlusspfiff. 32:28 für unsere Zebras.
Ich hab gejubelt, mit den Fans gefeiert und einfach nur diesen Moment genossen. Aber als ich danach nochmal kurz nach draußen gegangen bin und an die Fans gedacht habe, die keinen Platz mehr bekommen haben, wurde mir nochmal klar, wie besonders dieser Abend war. Ausverkauft im Jugendhandball. Das ist nicht selbstverständlich. Das ist das Ergebnis von harter Arbeit, guter Ausbildung und echter Begeisterung für den Sport.
Und genau darum geht es. Nicht nur um das Ergebnis.
Sondern um das, was dahinter steckt: Leidenschaft.Entwicklung.Teamgeist.
Ich bin stolz auf unsere Zebras.
Und ich ziehe genauso den Hut vor den Füchsen.
Denn solche Spiele… die machen unseren Sport groß.
Euer Hein Daddel
Jetzt zählt’s – Finale!
Die U19 des THW Kiel steht im Finale der Deutschen A-Jugend-Meisterschaft – und ganz Kiel fiebert mit! Nach einer leidenschaftlichen Saison voller Einsatz, Teamgeist und Zebra-Power wartet nun der größte Moment.
Hinspiel: Sonntag, 03. Mai 2026 – 15:00 Uhr
Edgar-Meschkat-Halle
Johann Rohwer zu Hein:
„Hein – natürlich würde ich mich freuen, wenn unser Landesvater Daniel Günther auch vorbeikommt. Habe ja schließlich im gemeinsamen Training mit ihm viel gelernt.“
Gemeinsam für den Titel – alle in die Halle!



