MATCHDAY REPORT U17 – Halbfinale mit offenem Ausgang

Offener Schlagabtausch auf Topniveau in Östringen

Der erste Akt im Halbfinale der JBLH hatte alles, was ein echtes Topspiel ausmacht: Tempo, Intensität und ein Offensivfeuerwerk auf höchstem Niveau. Am Ende musste sich der THW Kiel bei den Rhein-Neckar Löwen mit 38:41 geschlagen geben, nimmt aber eine absolut lösbare Ausgangslage mit in das Rückspiel.

Von Beginn an entwickelte sich in der Östringer Stadthalle ein offener Schlagabtausch. Beide Teams agierten auf Augenhöhe, das Tempo war hoch und keine Mannschaft konnte sich zunächst entscheidend absetzen. Die Zebras fanden immer wieder Lösungen im Angriff, übernahmen zwischenzeitlich sogar die Führung und zeigten besonders im Rückraum ihre Qualität. Mit viel Mut und Spielfreude hielt Kiel die Partie lange offen.

Doch die Rhein-Neckar Löwen fanden vor allem über einen überragenden Matteo Kalvelage immer wieder Antworten. Seine Tore aus dem Rückraum gaben den Gastgebern in den entscheidenden Momenten die nötige Sicherheit und sorgten dafür, dass sich das Spiel zunehmend zu ihren Gunsten entwickelte.

Trotz zweier Disqualifikationen auf Seiten der Löwen blieb die Partie bis in die Schlussphase eng. Kiel nutzte seine Chancen konsequent, blieb treffsicher und hielt den Anschluss. Am Ende fehlten jedoch in den letzten Minuten die entscheidenden Stops in der Defensive, sodass die Gastgeber sich einen Drei-Tore-Vorsprung sichern konnten. Die 41 Gegentore zeigen dabei klar, wo der größte Hebel für das Rückspiel liegt.

Alles ist noch möglich – Entscheidung fällt in Altenholz

Mit dem 38:41 ist das Halbfinale jedoch weiterhin völlig offen. Drei Tore Rückstand sind im Handball schnell aufzuholen – erst recht mit der Unterstützung der eigenen Fans im Rücken.

Am 02.05.2026 um 15:00 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle in Altenholz wird sich entscheiden, wer den Einzug ins Finale schafft.

Für den THW Kiel wird es darauf ankommen, aus dem Hinspiel die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Im Sinne des Oberzebra „Hein Daddel“ steht dabei vor allem die Defensive im Fokus. Die offensive Durchschlagskraft hat das Team bereits eindrucksvoll bewiesen, nun braucht es mehr Stabilität im Abwehrverbund, ein konsequenteres Heraustreten gegen den gegnerischen Rückraum und eine bessere Abstimmung im Innenblock.

Gleichzeitig bleibt das Tempospiel ein wichtiger Faktor. Die Zebras müssen weiterhin mutig nach vorne spielen, dabei aber kontrollierter agieren und technische Fehler reduzieren, um dem Gegner weniger einfache Tore zu ermöglichen.

Auch die mentale Komponente wird entscheidend sein. In einem Spiel auf Augenhöhe braucht es einen kühlen Kopf in Drucksituationen, klare Entscheidungen und den Mut, Verantwortung zu übernehmen. Mit der Energie der Heimhalle, einer stabileren Defensive und der eigenen Qualität im Angriff hat unser Team alle Möglichkeiten, das Duell noch zu drehen.

Das Hinspiel ist gespielt – jetzt zählt nur noch das Rückspiel. Alles ist drin für die Zebras.

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