MATCHDAY.REPORT U19 – Derbysieg 39:30 (22:13) – über weite Strecken eine reife, konzentrierte Leistung!

Derby’s verlaufen immer anders als erwartet!
Die A-Jugend des THW Kiel hat am Sonntagnachmittag in der Wikinghalle ein starkes Auswärtsspiel abgeliefert und das Nordduell bei der SG Flensburg-Handewitt mit 39:30 (22:13) für sich entschieden. Vor ca. 350 Zuschauern zeigte der THW über weite Strecken eine reife, konzentrierte Leistung und unterstrich eindrucksvoll seine Ambitionen in der JBLH Nord.

Von Beginn an war zu spüren, dass die Zebras dieses Spiel an sich reißen wollten. Nach einer kurzen Abtastphase übernahm der THW zunehmend die Kontrolle, agierte druckvoll im Angriff und nutzte kleine Unsauberkeiten der Gastgeber konsequent aus. Besonders im Tempospiel und in der Entscheidungsfindung präsentierte sich Kiel sehr klar. Mit zunehmender Spieldauer wuchs der Vorsprung, sodass sich die Gäste bis zur Pause bereits auf 22:13 absetzen konnten.

Auch nach dem Seitenwechsel ließ der THW nicht locker
Zwar stemmte sich Flensburg mit viel Einsatz gegen die drohende Niederlage, doch Kiel blieb ruhig, variabel und effizient. Immer wieder fanden die Zebras Lösungen gegen die defensive Formation der SG und hielten das Tempo hoch. In der Defensive arbeitete das Team geschlossen, unterstützte sich gegenseitig und zwang den Gegner zu schwierigen Abschlüssen.

Offensiv ragte insbesondere Johann Rohwer heraus, der mit zehn Treffern bester Torschütze der Partie war. Auch Jasper Anschütz (8) und Kjell Suhr (7) setzten immer wieder Akzente und sorgten dafür, dass der THW über 60 Minuten hinweg die spielbestimmende Mannschaft blieb. Trotz einzelner Zeitstrafen ließ sich Kiel nicht aus dem Konzept bringen und verwaltete den Vorsprung souverän bis zum Schlusspfiff.

Mit dem 39:30-Erfolg setzt die THW-A-Jugend ein deutliches Ausrufezeichen im Kampf um die Spitzenplätze der JBLH Nord. Die Leistung in Flensburg war nicht nur das Ergebnis individueller Qualität, sondern vor allem Ausdruck einer geschlossenen Mannschaftsleistung, hoher Spielintelligenz und großer Konsequenz über die gesamte Spielzeit.

Aus der Zebraherde
Nach der Partie ordnete Trainer Felix Höppner den Erfolg ein und gewährte Einblicke in eine außergewöhnliche Vorbereitungswoche: „Die Trainingswoche verlief etwas kurios. DHB Lehrgang in Kienbaum mit sieben THW Junioren. Wir hatten danach viele Absagen durch Verletzungen und grippale Infekte. Am Ende mussten wir mit nur einem Torhüter zum Derby anreisen – was sich im Nachhinein als eine durchaus kuriose Entscheidung herausstellte.“

Umso größer war die Zufriedenheit über den Auftritt von Tobias Leuchtl, der als einziger Torwart (eigentlich im U17 Team) im Kader eine Schlüsselrolle übernahm. „Tobi hat das überragend gelöst“, so Felix Höppner weiter. „Mit 19 Paraden hat er eine starke Leistung gezeigt und hatte entscheidenden Anteil an unserem Auswärtserfolg im Derby gegen die SG.“

Die Tabellensituationen in den Staffeln der JHBL: 
Die A-Jugend der Jugendbundesliga präsentiert sich in der Nordstaffel auch in dieser Saison wieder als Hochburg spannender Spiele und intensiver Duelle. In der aktuellen Tabelle führt TSV Burgdorf die Rangliste an und setzt mit einer hervorragenden Bilanz von 23:5 Punkten ein deutliches Ausrufezeichen. Nur knapp dahinter folgt THW Kiel mit 22:6 Punkten, gefolgt von SC Magdeburg, das mit 20:6 Punkten ebenfalls auf einem starken dritten Platz steht.

Auch Füchse Berlin Reinickendorf zeigt sich mit 18:6 Punkten konstant in der Spitzengruppe, während 1. VfL Potsdam und SG Flensburg‑Handewitt mit ihren Leistungen zwischen Mittelfeld und Aufbauphase pendeln. Auf den weiteren Plätzen kämpfen SC DHfK Leipzig, Handball Sport Verein Hamburg, HC Empor Rostock und VfL Horneburg mit unterschiedlichen Aufgaben – vom Erarbeiten weiterer Punkte bis hin zum Sammeln wichtiger Erfahrungen im Ligabetrieb.

Die Tabelle zeigt nicht nur, wie eng und umkämpft die Saison verläuft, sondern auch, welche Teams aktuell den Meisterschaftskampf anführen und welche Mannschaften noch Boden gutmachen wollen. Mit jedem weiteren Spieltag bleibt es spannend – und die A-Jugend-Teams kämpfen um jeden Ball, jede Chance und jeden Punkt, um ganz oben mitzumischen.

Die Südstaffel der A-Jugend-Bundesliga schreibt auch in dieser Saison wieder Geschichten von Leidenschaft, Teamgeist und großem Kampfgeist. An der Spitze rangiert derzeit HC Erlangen mit 24:4 Punkten – ein echtes Power-Team, das Woche für Woche seine Ambitionen unterstreicht und sich verdient die Führung in der Tabelle erarbeitet hat.

Direkt dahinter liegt JANO Filder, ebenfalls mit 24:4 Punkten in Schlagdistanz zum Spitzenreiter. In einem engen Duell um Platz 1 sind diese beiden Teams schon jetzt zwei der heißesten Anwärter auf den späteren Titel.

Auf Rang 3 steht TSV Bayer Dormagen mit 16:12 Punkten, dicht gefolgt von Rhein-Neckar Löwen auf Platz 4 (14:10 Punkte). Diese vier Mannschaften hätten sich aktuell mit ihren konstant starken Leistungen frühzeitig und verdient für das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft qualifiziert – ein Riesenerfolg und ein klarer Lohn für harte Arbeit und Teamstärke.

Doch die Südstaffel wäre nicht das, was sie ist, ohne den Rest des Feldes: TuSEM Essen, HSG Dutenhofen/Münchholzhausen und Frisch Auf Göppingen kämpfen mit fast gleichen Punktzahlen und großem Einsatz im Mittelfeld auch noch um die Viertelfinal Plätze 3 bis 4, während  JSG Balingen-Weilstetten, VfL Eintracht Hagen und HLZ Friesenheim-Hochdorf um den Anschluss kämpfen und wichtige Erfahrungen sammeln.

Die Tabelle der Südstaffel erzählt von Duellen, die begeistern, von Talenten, die aufblühen, und von Teams, die sich Woche für Woche weiterentwickeln. Die ersten vier Teams stehen Ende März & Anfang April im Viertelfinale – und auch der Rest der Staffel hat gezeigt: Hier spielt Jugendhandball auf hohem Niveau!


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