MATCHDAY REPORT U19 – THW Kiel verliert Krimi in Berlin hauchdünn

In einem hochspannenden Auswärtsspiel in der JBLH mA (1. Liga Nord) musste sich die A-Jugend des THW Kiel den Füchse Berlin Reinickendorf denkbar knapp mit 33:34 (17:20) geschlagen geben. Vor 92 Zuschauern in der Lilli-Henoch-Sporthalle entwickelte sich eine intensive Partie, die bis in die Schlusssekunden offenblieb und den Charakter eines echten Spitzenspiels hatte.

Gastgeber mit starkem Beginn
Die Berliner erwischten den besseren Start und setzten früh Akzente im Angriff. Bereits in den ersten Minuten zeigte sich, dass die Füchse mit viel Tempo und Entschlossenheit agieren würden. Kiel hatte zunächst Schwierigkeiten, Zugriff in der Defensive zu bekommen, blieb aber durch eigene Treffer im Spiel. Dennoch gelang es den Hausherren, sich Schritt für Schritt abzusetzen und eine knappe Führung zu behaupten.

Kiel bleibt dran
Trotz zwischenzeitlichem Rückstand ließ sich der THW nicht abschütteln. Vor allem Johann Hinrich Rohwer übernahm Verantwortung und hielt sein Team mit wichtigen Treffern im Spiel. Auch Jasper Anschütz und Julius Eisend setzten offensive Akzente. Immer wieder verkürzte Kiel den Abstand, doch Berlin fand meist eine direkte Antwort. Mit einem 17:20 aus Kieler Sicht ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Starke Phase nach dem Seitenwechsel
Nach Wiederanpfiff präsentierten sich die Jungzebras deutlich stabiler. Die Defensive stand kompakter, Ballgewinne wurden konsequent genutzt und im Positionsangriff agierte das Team geduldiger. In der 39. Minute gelang der verdiente Ausgleich zum 22:22, kurz darauf ging Kiel sogar in Führung. Das Spiel war nun völlig offen, beide Mannschaften lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch auf Augenhöhe.

Entscheidung in der Schlussphase
In den letzten Minuten entwickelte sich ein echter Krimi. Die Führung wechselte mehrfach, jede Aktion hatte nun enormes Gewicht. Berlin nutzte seine Chancen konsequent und ging kurz vor Schluss mit zwei Toren in Führung. Zwar gelang dem THW in der letzten Minute noch der Anschlusstreffer zum 33:34, doch die verbleibende Zeit reichte nicht mehr für den Ausgleich. So blieb den Kielern am Ende nur die Erkenntnis, denkbar knapp unterlegen zu sein.

Kämpferische Leistung trotz Niederlage
Auch wenn am Ende keine Punkte mit nach Hause genommen werden konnten, zeigte der THW Kiel eine starke kämpferische Leistung. Mit großem Einsatz, Moral und spielerischer Qualität hielt die Mannschaft bis zur letzten Sekunde dagegen. Auf dieser Vorstellung lässt sich aufbauen, denn in einer ausgeglichenen Liga entscheiden oft Kleinigkeiten – diesmal mit dem besseren Ende für die Füchse Berlin Reinickendorf.

Aus der Zebraherde – Trainer Felix Höppner:
„Gegen die Füchse Berlin liefern wir kein schlechtes Spiel ab – aber wir sind die Zebras, und unser Anspruch ist höher. Berlin macht weniger Fehler, gewinnt das Torwartduell und nutzt seine Chancen konsequenter. Wir lassen in den entscheidenden Momenten zu viel liegen – Gegenstoß zur Führung, freier Wurf vom Kreis kurz vor Schluss. Auf diesem Niveau wird das sofort bestraft.

Doch wir wissen auch: Einsatz und Wille stimmen. Julius und Jasper gehen voran, wir kämpfen bis zur letzten Sekunde. Jetzt gilt es, die Fehlerquote zu senken, die Abschlüsse konsequenter zu nutzen und in der Abwehr wieder als Einheit zu stehen. Genau dafür steht der THW Kiel: aufstehen, analysieren, nach vorne schauen.

Mund abwischen. Weiterarbeiten. Nächstes Spiel – nächste Chance.“

 

Aktueller Stand: Die Ausgangslage ist klar. Der Weg ist definiert. Und die Zebras sind bereit.
Als Vierter der Staffel Nord würde die U19 des THW Kiel in die Endrunde um die Deutsche A-Jugendmeisterschaft starten – und damit direkt auf den Ersten der 1. Liga Süd treffen. Viertelfinale. Hin- und Rückspiel. K.o.-Modus. Keine zweite Chance.

Nach dem hauchdünnen Krimi in Berlin ist die Marschroute eindeutig: Mund abwischen. Krone richten. Weiterarbeiten. 
Diese Mannschaft hat Charakter. Sie hat Tempo. Und sie hat die DNA des Vereins im Blut. Wer das Zebra auf der Brust trägt, weiß: In Kiel gibt es keinen leichten Weg – nur den gemeinsamen.

04.04.2026 – Hinspiel – Heimspiel in der Edgar-Meschkat-Halle

11/12.04.2026 – Rückspiel – Auswärts (HC Erlangen – 704km oder JANO Filder – 784km)

2 x 60 Minuten Handball auf höchstem A-Jugend-Niveau. Leidenschaft gegen Leidenschaft. Nord gegen Süd.

Und wenn die Jungzebras ihre Tugenden auf die Platte bringen – aggressive Deckung, schnelles Umschaltspiel, mutige Abschlüsse – dann ist in dieser Endrunde alles möglich.

Der Traum lebt.

Die Mission beginnt.

Auf geht’s, Jungzebras.

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