MATCHDAY REPORT U23🦓 Torspektakel in Glücksburg
In einem torreichen und intensiven Regionalligaduell musste sich der THW Kiel am Freitagabend auswärts der SG Flensburg-Handewitt mit 38:42 (15:22) geschlagen geben. 150 Zuschauer in der Rudehalle in Glücksburg sahen ein temporeiches Spiel mit hohem Offensivdrang auf beiden Seiten. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang gelang es den Zebras nicht mehr, den frühen Rückstand entscheidend zu verkürzen.
Starker Beginn der Gastgeber legt Grundstein
Die Hausherren erwischten den besseren Start und setzten früh ein klares Zeichen. Mit hohem Tempo, variablen Angriffsaktionen und konsequenter Chancenverwertung erspielte sich Flensburg bereits in der Anfangsviertelstunde eine 13:8-Führung. Der THW fand defensiv zunächst keinen Zugriff und ließ zu viele einfache Treffer aus dem Rückraum sowie über die erste Welle zu.
Bis zur Halbzeit baute die SG ihren Vorsprung weiter aus. Beim Stand von 22:15 ging es in die Kabinen. Die Gastgeber überzeugten durch Effizienz im Abschluss, während Kiel in der Rückzugsbewegung und im Positionsspiel zu anfällig blieb. Die Sieben-Tore-Führung spiegelte den Spielverlauf der ersten 30 Minuten deutlich wider.
Kiel kämpft sich zurück – Aufholjagd ohne Happy End
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der THW stabilisiert und zielstrebiger. Die Abwehr arbeitete kompakter, im Angriff wurden die Spielzüge geduldiger ausgespielt. Die Gäste verkürzten den Abstand zwischenzeitlich und gestalteten die zweite Halbzeit deutlich ausgeglichener.
Dennoch blieb die Hypothek aus Durchgang eins zu groß. In den entscheidenden Phasen behielt Flensburg die Kontrolle und antwortete auf jede Annäherung der Kieler mit wichtigen Treffern. Am Ende stand ein 42:38-Heimerfolg für die SG, die ihre Offensivqualitäten eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Disziplin und Ausblick auf die kommenden Aufgaben
Statistisch zeigte sich der THW diszipliniert (drei verursachte Siebenmeter, eine Verwarnung, vier Hinausstellungen). Die Gastgeber agierten körperbetonter und verzeichneten sechs Hinausstellungen bei ebenfalls drei verursachten Siebenmetern.
Nach dem siebten Saisonsieg trifft die SG Flensburg-Handewitt am kommenden Samstag auswärts auf den Handball Sport Verein Hamburg. Der THW Kiel empfängt nach der elften Saisonniederlage die SG Hamburg-Nord in Altenholz-Stift und will dort eine geschlossene Teamleistung über 60 Minuten zeigen.
Aktuelle Tabellenlage
Durch den Heimerfolg festigt die SG Flensburg-Handewitt Rang sieben in der Tabelle. Nach 14 absolvierten Spielen stehen 18:10 Punkte sowie ein Torverhältnis von 430:414 zu Buche. Damit bewegt sich die Mannschaft im gesicherten Mittelfeld und hält Anschluss an die oberen Tabellenplätze.
Der THW Kiel rangiert derzeit auf Platz elf. Nach 17 Spielen stehen 11:23 Punkte bei einem Torverhältnis von 590:614. Die Ausgangslage bleibt damit herausfordernd, sodass die Zebras in den kommenden Wochen wichtige Punkte sammeln müssen, um den Abstand nach oben zu verkürzen. 🦓



