MATCHDAY REPORT U23 – THW Kiel 2 unterliegt nach intensivem Schlagabtausch

Heimspiel in Altenholz-Stift endet ohne Punkte

Der THW Kiel musste in der Männer Regionalliga Nord am Freitagabend eine schmerzhafte Heimniederlage hinnehmen. Vor 102 Zuschauern in Altenholz-Stift unterlagen die Zebras der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg nach einem temporeichen und offensiv geprägten Spiel mit 37:40 (19:22). Über weite Strecken entwickelte sich eine enge und umkämpfte Partie, in der der THW immer wieder starke Phasen zeigte, sich am Ende jedoch nicht für den Aufwand belohnen konnte.

Von Beginn an war spürbar, dass beide Mannschaften mit viel Tempo und Entschlossenheit in die Begegnung gingen. Der THW suchte früh den Weg über das schnelle Umschaltspiel und konnte sich dadurch gute Abschlüsse erarbeiten. Auch defensiv arbeitete die Mannschaft zunächst konzentriert und ließ den Gästen nur wenig Raum zur Entfaltung.

Starke Anfangsphase bringt zwischenzeitliche Führung

Nach einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde gelang es dem THW, sich leicht abzusetzen. Mit einer konzentrierten Chancenverwertung und einem guten Rhythmus im Angriff erspielten sich die Zebras eine 13:11-Führung nach rund 15 Minuten. Vor allem das Zusammenspiel im Rückraum funktionierte in dieser Phase gut, sodass immer wieder Lücken in der gegnerischen Abwehr gefunden wurden.

Doch die Gäste aus Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg reagierten stark auf diese Phase. Mit zunehmender Spielzeit fanden sie besser in die Partie, agierten effizienter im Abschluss und nutzten kleinere Fehler des THW konsequent aus. Besonders in den letzten Minuten vor der Pause kippte das Momentum deutlich zugunsten der HSG, die sich bis zum Halbzeitpfiff eine 19:22-Führung erspielen konnte.

Zweite Halbzeit bleibt spannend bis in die Schlussminuten

Auch nach dem Seitenwechsel ließ der THW nicht nach und versuchte, den Rückstand schnell wieder zu verkürzen. Mehrfach kämpften sich die Zebras auf wenige Tore heran und hielten die Begegnung bis tief in die Schlussphase offen. Die Mannschaft zeigte Moral, Einsatzbereitschaft und den klaren Willen, das Spiel noch zu drehen.

Allerdings fehlte in den entscheidenden Situationen die letzte Konsequenz in der Defensive. Vor allem Oke Petersen auf Seiten der Gäste war kaum zu kontrollieren und erzielte starke 13 Treffer. Immer dann, wenn der THW den Anschluss herstellen konnte, fand die HSG eine passende Antwort. In den Schlussminuten spielte der Gast seinen Vorsprung schließlich routiniert herunter und sicherte sich den Auswärtssieg.

Offensivspektakel begeistert die Zuschauer

Die 102 Zuschauer in Altenholz-Stift bekamen ein echtes Offensivspiel mit hohem Unterhaltungswert zu sehen. Kaum zwei Minuten vergingen, ohne dass ein weiterer Treffer fiel – ein deutliches Zeichen für das hohe Tempo und die offensive Ausrichtung beider Teams. Insgesamt 77 Tore sprechen für eine intensive Begegnung, in der beide Mannschaften mutig nach vorne spielten.

Trotz aller Dynamik blieb die Partie dabei weitgehend fair. Sieben Siebenmeter, zwei Verwarnungen und sieben Hinausstellungen zeigen zwar die Intensität des Spiels, jedoch blieb es ohne Disqualifikation. Beide Teams lieferten sich einen sportlich ambitionierten, aber insgesamt fairen Schlagabtausch.

Fokus richtet sich nun auf das Derby in Kronshagen

Nach der inzwischen 14. Saisonniederlage gilt es für den THW nun, den Blick schnell nach vorne zu richten. Bereits am 25. April wartet mit dem Auswärtsspiel beim TSV Kronshagen die nächste wichtige Aufgabe. Das Hinspiel konnten die Zebras mit 48:40 für sich entscheiden, weshalb das Team mit Selbstvertrauen in diese Begegnung gehen kann.

Ziel wird es sein, wieder mehr defensive Stabilität auf die Platte zu bringen und sich für den gezeigten Einsatz endlich wieder mit Punkten zu belohnen. Gerade in der Schlussphase der Saison möchte der THW noch einmal ein klares Zeichen setzen und sich mit positiven Ergebnissen aus den verbleibenden Spielen verabschieden.

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