Zebra-Showdown auf Augenhöhe U19 – THW-Junioren bezwingen Magdeburg mit 48:45

Was für ein Handballabend in der Edgar-Meschkat-Halle! Die A-Jugend des THW Kiel hat im Spitzenspiel der JBLH Nord ein echtes Ausrufezeichen gesetzt und den direkten Konkurrenten SC Magdeburg nach einem offenen Schlagabtausch mit 48:45 (21:21) niedergerungen. 367 Zuschauer sahen ein temporeiches, hochklassiges Spiel zweier Mannschaften, die völlig zurecht zur nationalen Spitze zählen .

Nationalspieler zurück im Liga-Alltag – und sofort im Fokus

Noch vor zweieinhalb Wochen standen viele Akteure beider Teams gemeinsam im Nationaltrikot auf dem Feld. In Merzig gewannen unter anderem die Magdeburger Mats Brigzinsky und Tim Bennet Thielicke gemeinsam mit den Kielern Jasper Anschütz und Anton Hahn das internationale U18-Turnier. Auch darüber hinaus war das Kieler Personal international stark gefragt: Patrik Murko (Slowenien), Kjell Suhr und Julius Eisend (DHB U18 in Polen) sowie Rasmus Ankermann und Johan Rohwer (U20 in Frankreich) sammelten zuletzt wertvolle Erfahrungen.

Doch am Freitagabend zählte nur eines: Bundesliga. Und hier lieferten sich beide Teams vom Anpfiff weg einen offenen Schlagabtausch.

Erste Hälfte: Tempo, Tore, kein Absetzen

Magdeburg erwischte den etwas besseren Start und setzte sich zwischenzeitlich auf vier Tore ab (7:11, 14. Minute). Doch die Zebras blieben ruhig, fanden zunehmend Lösungen im Angriff und kämpften sich Tor um Tor zurück. Spätestens mit dem 16:16 war das Spiel wieder völlig offen, zur Pause leuchtete folgerichtig ein 21:21 von der Anzeigetafel .

Zweite Hälfte: Kieler Druckphase und kühler Kopf

Nach dem Seitenwechsel zogen die THW-Junioren das Tempo noch einmal an. Ein 4:0-Lauf brachte erstmals etwas Luft (25:21), doch Magdeburg blieb hartnäckig und glich mehrfach aus. In der Crunchtime behielten die Zebras jedoch die Nerven: Angeführt von einem treffsicheren Kjell Suhr (7/7 Siebenmeter), einem starken Rasmus Ankermann (7 Tore) und viel Variabilität aus dem Rückraum setzte sich Kiel entscheidend ab.

Als Felix Carl Berlinghof Sekunden vor Schluss zum 48:45 traf, war der umjubelte Heimsieg perfekt .

Statement-Sieg im Rennen um die Spitze

Mit diesem Erfolg untermauern die THW-Junioren ihre Ambitionen auf die direkte Qualifikation für die kommende Spielzeit und bleiben voll auf Kurs Richtung K.o.-Phase. Trainer Felix Höppner hatte es vor dem Spiel klar formuliert – mindestens Platz fünf ist das Ziel. Nach diesem intensiven, reifen Auftritt darf es für die Zebras gern noch ein bisschen mehr sein. 🦓💪

Trainerstimme: Felix Höppner begeistert vom Handballabend

THW-Trainer Felix Höppner zeigte sich nach dem spektakulären Schlagabtausch hochzufrieden – nicht nur mit dem Ergebnis, sondern vor allem mit der Qualität des Spiels:

„Dieses Spiel hat richtig Spaß gemacht. Die Offensivpower beider Mannschaften war unglaublich. Ich würde insgesamt sogar so weit gehen und sagen, das war auf 60 Minuten gesehen das beste Spiel, das ich je als U19-Trainer begleiten durfte.“

Dabei stellte Höppner klar, dass das torreiche Ergebnis keineswegs Ausdruck fehlender Defensivarbeit war:

„Auf den ersten Blick scheint es so, als wäre die Abwehr auf beiden Seiten überhaupt nicht da gewesen – das würde ich nicht mal sagen. Beide Mannschaften haben einfach unglaublich gut angegriffen und es immer wieder geschafft, aus 1:1-Situationen den Ball weiterzuleiten.“

Besonders wichtig war dem Kieler Coach zudem ein explizites Lob an das Schiedsrichtergespann:

„Ich möchte auch ganz ausdrücklich noch einmal die Leistung der Schiedsrichter loben. Es wurde viel Härte zugelassen, was bei der Spielanlage beider Mannschaften absolut notwendig war.“

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