ZEBRA-WOCHENENDE: FÜNF TEAMS, FÜNF SPIELE – EIN ZEBRA-WEG!
Derby am Freitagabend, vier Auswärtsaufgaben am Samstag und Sonntag und anschließend geht es für gleich acht Kieler Talente zur U19-Nationalmannschaft nach Malente. Für die THW Kiel Junioren wartet ein intensives Handball-Wochenende. Während die U17 in der Jugendbundesliga noch eine Woche spielfrei hat, sind U23, U19, U17/2, U15 und U13 gefordert.
Die Mannschaft von Trainer Jens Häusler geht mit Rückenwind in die Partie. Beim TSV Weddingstedt gelang zum Saisonauftakt ein 43:34-Auswärtserfolg. Vor allem offensiv zeigten die Jungzebras bereits viel Tempo und Durchschlagskraft. Doch gerade für die U23 geht es um mehr als einzelne Ergebnisse. Die Regionalliga ist ein wichtiger Baustein beim Übergang vom Nachwuchs- in den Erwachsenenhandball. Körperlichkeit, Geschwindigkeit und taktische Anforderungen steigen. Junge Spieler müssen lernen, Verantwortung zu übernehmen, Widerstände anzunehmen und auch in schwierigen Spielphasen Lösungen zu finden.
Die Jungzebras reisen mit einem Erfolgserlebnis an. Zuletzt gelang ein deutlicher 42:25-Heimsieg gegen den TSV Ellerbek. Doch gerade in dieser Altersklasse ist das Ergebnis nur ein Teil der Betrachtung. Individuelle Ausbildung, Handlungsschnelligkeit, mutiges Eins-gegen-eins, aktives Verteidigen, Tempo nach vorne und zunehmend positionsspezifische Lösungen stehen im Mittelpunkt.
Ausprobieren, lernen, korrigieren und beim nächsten Mal eine bessere Lösung finden – auch das ist der Zebra-Weg.
Nach dem 34:18-Auswärtserfolg beim MTV Dänischenhagen wartet die nächste Gelegenheit, die Trainingsinhalte unter Wettkampfbedingungen anzuwenden.
Gerade im D-Jugend-Handball soll der Blick dabei nicht ausschließlich auf die Anzeigetafel gerichtet sein. Technische Grundlagen, Wahrnehmung und Entscheidungsverhalten, mutiges Eins-gegen-eins, offensives Verteidigen, schnelles Umschalten und das Zusammenspiel mit den Mitspielern bilden wichtige Bausteine der Ausbildung.
Denn die entscheidende Frage nach einem D-Jugend-Spiel lautet nicht nur: Wie ist es ausgegangen?
Auch hier steht die Weiterentwicklung der Spieler im Mittelpunkt. Trainingsinhalte sollen unter Wettkampfdruck umgesetzt, Verantwortung übernommen und Lösungen gemeinsam gefunden werden.
Für die Mannschaft bedeutet das eine weitere wichtige Trainingswoche vor dem eigenen Saisonstart. Abläufe können gefestigt, individuelle Themen bearbeitet und die Mannschaft weiter auf die Anforderungen der Jugendbundesliga vorbereitet werden.
Gleichzeitig wird die Verzahnung zwischen den Altersklassen beim THW Kiel bereits sichtbar. Mit Daniel Passlack, Moritz Völker, Jannik Wimmel, Tobias Leuchtl und Bent Dabovic standen in den vergangenen Wochen bereits fünf Spieler aus der U17 im Kader der U19.Für die jungen Talente ist das eine wertvolle Möglichkeit, frühzeitig Erfahrungen auf der nächsthöheren Leistungsstufe zu sammeln. Höheres Tempo, mehr Körperlichkeit und kürzere Entscheidungszeiten stellen neue Anforderungen – und genau diese Herausforderungen sollen die individuelle Entwicklung fördern.
Vor gut vier Monaten standen sich beide Vereine noch im Kampf um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft gegenüber. Im Rückspiel in der GETEC-Arena boten Magdeburg und Kiel beste Werbung für den Jugendhandball – damals mit dem besseren Ende für die Sachsen-Anhalter.
Bereits am zweiten Spieltag der neuen Saison kommt es nun zum Wiedersehen der Spieler, die damals dem jüngeren A-Jugend-Jahrgang angehörten oder inzwischen aus der B-Jugend aufgerückt sind. Doch es ist eine neue Saison und es sind veränderte Mannschaften. Einige Eckpfeiler des damaligen Finales sind nicht mehr dabei. Auf Kieler Seite beispielsweise Rasmus Ankermann und Johan Rohwer, beim SC Magdeburg Tim Thielicke und Malte Elze, die inzwischen fest zum Profikader gehören. Genau darin zeigt sich auch der Auftrag eines Nachwuchsleistungszentrums: Spieler entwickeln und sie Schritt für Schritt an die Spitze des Handballs heranführen.
Kölblin hat die Mannschaft nach vier Jahren in Leipzig übernommen. Der Trainingsalltag in Magdeburg ist eng zwischen den verschiedenen Leistungsstufen verzahnt. Die Drittliga-Mannschaft und die A-Jugend trainieren viel gemeinsam, weil es personelle Überschneidungen gibt. Gleichzeitig werden mit Lewin Grub und Anton Riek bereits Spieler aus der B-Jugend an die U19 herangeführt.
Auch hier gibt es eine deutliche Parallele zum Kieler Zebra-Weg. Die bereits genannten fünf U17-Spieler Daniel Passlack, Moritz Völker, Jannik Wimmel, Tobias Leuchtl und Bent Dabovic haben in den vergangenen Wochen ebenfalls Erfahrungen im U19-Kader gesammelt. Durchlässigkeit schaffen, Herausforderungen anbieten und Talente entsprechend ihrer Entwicklung fördern – das verbindet leistungsorientierte Nachwuchsarbeit über Vereinsgrenzen hinweg.
Das DM-Finale liefert die Vorgeschichte.
So., 20.09. 15:00 Uhr SC Magdeburg – THW Kiel U19
Für einen großen Teil unserer U19 endet die Handballwoche nicht mit dem Schlusspfiff in Magdeburg. Bereits am Montag, 21. September, beginnt im Sport- und Bildungszentrum Malente der nächste Lehrgang der männlichen U19-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes. Die Maßnahme unter Bundestrainer Erik Wudtke läuft bis Mittwoch, 23. September 2026. Die Spieler werden am Montag bis 13:30 Uhr in Malente erwartet, die Abreise erfolgt am Mittwoch ab etwa 13:30 Uhr.
Auch das gehört zum Nachwuchsleistungshandball. Acht Nominierungen – eine weitere Station auf dem Zebra-Weg Die acht Einladungen nach Malente sind gleichzeitig ein schönes Zeichen für die kontinuierliche Ausbildungsarbeit der THW Kiel Junioren. Für die Spieler selbst steht jedoch die nächste Entwicklungsaufgabe im Mittelpunkt. Beim DHB treffen sie auf weitere Talente aus verschiedenen Nachwuchsleistungszentren, erhalten neue Trainingsimpulse und müssen sich erneut in einem anderen Umfeld präsentieren. Die Maßnahme dauert drei Tage und endet am Mittwoch. Erfahrungen aus dem Verein werden mit zur Nationalmannschaft genommen – und neue Erfahrungen anschließend wieder mit zurück nach Kiel gebracht.
Unsere U17-Jugendbundesliga nutzt noch eine zusätzliche Trainingswoche. Gleichzeitig sammeln bereits fünf U17-Spieler Erfahrungen in der nächsthöheren Altersklasse. Die U19 misst sich vier Monate nach dem DM-Finale erneut mit dem SC Magdeburg. Und anschließend wechseln acht Kieler Talente direkt vom Vereinstrikot zum DHB-Lehrgang nach Malente.
Sie entsteht über Jahre und über die verschiedenen Alters- und Leistungsstufen hinweg: U13 → U15 → U17 → U19 → U23 → Erwachsenenhandball.
Trainieren. Spielen. Lernen. Fehler machen. Neue Lösungen finden. Verantwortung übernehmen.
Die nächste Herausforderung annehmen. Fünf Teams. Fünf Spiele. Fünf U17-Spieler bereits mit U19-Erfahrung.
Acht DHB-Nominierungen. Ein gemeinsamer Zebra-Weg.
20:15 Uhr – Edgar-Meschkat-Halle – THW Kiel gegen SG Flensburg-Handewitt.



