ZEBRA-WOCHENENDE: FÜNF TEAMS, FÜNF SPIELE – EIN ZEBRA-WEG!

ZEBRA-WOCHENENDE: FÜNF SPIELE – UND DANACH ACHT JUNGZEBRAS ZUM DHB

Derby am Freitagabend, vier Auswärtsaufgaben am Samstag und Sonntag und anschließend geht es für gleich acht Kieler Talente zur U19-Nationalmannschaft nach Malente. Für die THW Kiel Junioren wartet ein intensives Handball-Wochenende. Während die U17 in der Jugendbundesliga noch eine Woche spielfrei hat, sind U23, U19, U17/2, U15 und U13 gefordert.

Der Zebra-Weg geht weiter. Nach einem Wochenende mit vielen positiven Momenten warten bereits die nächsten Herausforderungen auf die Nachwuchsmannschaften des THW Kiel. Dabei unterscheiden sich Aufgaben und Zielsetzungen je nach Alters- und Entwicklungsstufe deutlich. Was alle Mannschaften verbindet, ist der gemeinsame Ausbildungsgedanke: Fördern und Fordern. Lernen und Anwenden. Verantwortung übernehmen und gemeinsam besser werden. Der Wettkampf ist dabei ein wichtiger Teil der Ausbildung. Er zeigt, welche Trainingsinhalte bereits funktionieren – und wo die nächsten Entwicklungsschritte warten.

Den Auftakt macht am Freitagabend die U23 mit einem echten Derby. Danach gehen vier Jungzebra-Mannschaften auf Reisen.
Freitagabend: Derby-Zeit für unsere U23
Los geht es am Freitag, 18. September, um 20:15 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle. Unsere U23 empfängt die SG Flensburg-Handewitt.

Die Mannschaft von Trainer Jens Häusler geht mit Rückenwind in die Partie. Beim TSV Weddingstedt gelang zum Saisonauftakt ein 43:34-Auswärtserfolg. Vor allem offensiv zeigten die Jungzebras bereits viel Tempo und Durchschlagskraft. Doch gerade für die U23 geht es um mehr als einzelne Ergebnisse. Die Regionalliga ist ein wichtiger Baustein beim Übergang vom Nachwuchs- in den Erwachsenenhandball. Körperlichkeit, Geschwindigkeit und taktische Anforderungen steigen. Junge Spieler müssen lernen, Verantwortung zu übernehmen, Widerstände anzunehmen und auch in schwierigen Spielphasen Lösungen zu finden.

Und dafür könnte es kaum eine reizvollere Aufgabe geben: THW gegen Flensburg. Derby. Freitagabend. Heimspiel.
Die U23 freut sich auf Unterstützung von den Rängen. Kommt vorbei, seid laut und macht die Edgar-Meschkat-Halle schwarz-weiß!
Samstag: U15 vor der nächsten Herausforderung in Norderstedt
Am Samstag geht es für unsere U15 nach Norderstedt. Um 16:00 Uhr trifft die Mannschaft von Trainer Jan Eckert auf den HT Norderstedt.

Die Jungzebras reisen mit einem Erfolgserlebnis an. Zuletzt gelang ein deutlicher 42:25-Heimsieg gegen den TSV Ellerbek. Doch gerade in dieser Altersklasse ist das Ergebnis nur ein Teil der Betrachtung. Individuelle Ausbildung, Handlungsschnelligkeit, mutiges Eins-gegen-eins, aktives Verteidigen, Tempo nach vorne und zunehmend positionsspezifische Lösungen stehen im Mittelpunkt.

Nach zwei Heimsiegen und einer Auswärtsniederlage wartet nun wieder eine Aufgabe in fremder Halle. Genau solche Spiele gehören zur Ausbildung: andere Bedingungen annehmen, sich auf einen Gegner einstellen, schwierige Phasen gemeinsam bewältigen und trotzdem mutig Handball spielen.

Ausprobieren, lernen, korrigieren und beim nächsten Mal eine bessere Lösung finden – auch das ist der Zebra-Weg.
Sonntag: U13 setzt ihren Ausbildungsweg fort
Am Sonntag eröffnet unsere U13 den Spieltag. Um 14:15 Uhr treten die jüngsten Jungzebras bei der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg an.

Nach dem 34:18-Auswärtserfolg beim MTV Dänischenhagen wartet die nächste Gelegenheit, die Trainingsinhalte unter Wettkampfbedingungen anzuwenden.

Gerade im D-Jugend-Handball soll der Blick dabei nicht ausschließlich auf die Anzeigetafel gerichtet sein. Technische Grundlagen, Wahrnehmung und Entscheidungsverhalten, mutiges Eins-gegen-eins, offensives Verteidigen, schnelles Umschalten und das Zusammenspiel mit den Mitspielern bilden wichtige Bausteine der Ausbildung.

Die jungen Spieler sollen ausprobieren dürfen. Sie sollen Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen und auch Fehler machen dürfen.

Denn die entscheidende Frage nach einem D-Jugend-Spiel lautet nicht nur: Wie ist es ausgegangen?
Sondern auch: Was haben unsere Jungzebras heute dazugelernt?
U17/2 reist nach Herzhorn – Jugendbundesliga hat noch eine Woche frei
Fast zeitgleich ist am Sonntag unsere U17/2 in der Regionalliga unterwegs. Um 15:00 Uhr geht es auswärts gegen die HSG Herzhorn/Kollmar/Neuendorf.

Auch hier steht die Weiterentwicklung der Spieler im Mittelpunkt. Trainingsinhalte sollen unter Wettkampfdruck umgesetzt, Verantwortung übernommen und Lösungen gemeinsam gefunden werden.

Während die U17/2 bereits im Punktspielbetrieb steckt, hat unsere U17 in der Jugendbundesliga an diesem Wochenende noch spielfrei.

Für die Mannschaft bedeutet das eine weitere wichtige Trainingswoche vor dem eigenen Saisonstart. Abläufe können gefestigt, individuelle Themen bearbeitet und die Mannschaft weiter auf die Anforderungen der Jugendbundesliga vorbereitet werden.

Gleichzeitig wird die Verzahnung zwischen den Altersklassen beim THW Kiel bereits sichtbar. Mit Daniel Passlack, Moritz Völker, Jannik Wimmel, Tobias Leuchtl und Bent Dabovic standen in den vergangenen Wochen bereits fünf Spieler aus der U17 im Kader der U19.Für die jungen Talente ist das eine wertvolle Möglichkeit, frühzeitig Erfahrungen auf der nächsthöheren Leistungsstufe zu sammeln. Höheres Tempo, mehr Körperlichkeit und kürzere Entscheidungszeiten stellen neue Anforderungen – und genau diese Herausforderungen sollen die individuelle Entwicklung fördern.

Damit wird der Zebra-Weg ganz praktisch gelebt: Mannschaften und Jahrgänge werden nicht isoliert betrachtet. Spieler sollen entsprechend ihrer individuellen Entwicklung gefordert und Schritt für Schritt an die nächste Leistungsstufe herangeführt werden.
U19: Wiedersehen vier Monate nach dem DM-Finale
Ein besonderes Spiel wartet am Sonntag auf unsere U19. Um 15:00 Uhr tritt die Mannschaft von Trainer Felix Höppner beim SC Magdeburg an.

Vor gut vier Monaten standen sich beide Vereine noch im Kampf um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft gegenüber. Im Rückspiel in der GETEC-Arena boten Magdeburg und Kiel beste Werbung für den Jugendhandball – damals mit dem besseren Ende für die Sachsen-Anhalter.

Bereits am zweiten Spieltag der neuen Saison kommt es nun zum Wiedersehen der Spieler, die damals dem jüngeren A-Jugend-Jahrgang angehörten oder inzwischen aus der B-Jugend aufgerückt sind. Doch es ist eine neue Saison und es sind veränderte Mannschaften. Einige Eckpfeiler des damaligen Finales sind nicht mehr dabei. Auf Kieler Seite beispielsweise Rasmus Ankermann und Johan Rohwer, beim SC Magdeburg Tim Thielicke und Malte Elze, die inzwischen fest zum Profikader gehören. Genau darin zeigt sich auch der Auftrag eines Nachwuchsleistungszentrums: Spieler entwickeln und sie Schritt für Schritt an die Spitze des Handballs heranführen.

Auch Magdeburgs neuer Trainer Thomas Kölblin möchte die Finalgeschichte nicht größer machen als die aktuelle sportliche Aufgabe: „Wir wollen das Thema mit der Neuauflage des Finales nicht überbewerten und bereiten uns auf das Spiel vor wie auf jedes andere auch.“

Kölblin hat die Mannschaft nach vier Jahren in Leipzig übernommen. Der Trainingsalltag in Magdeburg ist eng zwischen den verschiedenen Leistungsstufen verzahnt. Die Drittliga-Mannschaft und die A-Jugend trainieren viel gemeinsam, weil es personelle Überschneidungen gibt. Gleichzeitig werden mit Lewin Grub und Anton Riek bereits Spieler aus der B-Jugend an die U19 herangeführt.

Auch hier gibt es eine deutliche Parallele zum Kieler Zebra-Weg. Die bereits genannten fünf U17-Spieler Daniel Passlack, Moritz Völker, Jannik Wimmel, Tobias Leuchtl und Bent Dabovic haben in den vergangenen Wochen ebenfalls Erfahrungen im U19-Kader gesammelt. Durchlässigkeit schaffen, Herausforderungen anbieten und Talente entsprechend ihrer Entwicklung fördern – das verbindet leistungsorientierte Nachwuchsarbeit über Vereinsgrenzen hinweg.

Sportlich treffen am Sonntag zwei Mannschaften aufeinander, die erfolgreich in die neue Saison gestartet sind. Die Jungzebras gewannen zum Auftakt 44:24 gegen Eintracht Hagen, während sich Magdeburg mit 33:27 bei der SG Flensburg-Handewitt durchsetzte. Damit wartet früh in der Saison eine spannende Standortbestimmung. Nach dem deutlichen Auftakterfolg wird in Magdeburg eine andere Aufgabe auf die Kieler zukommen. Tempo, Zweikampfstärke, Konsequenz und gute Entscheidungen über 60 Minuten werden gefragt sein.

Das DM-Finale liefert die Vorgeschichte.

Am Sonntag beginnen beide Mannschaften aber wieder bei 0:0 – mit neuen Kadern, neuen Rollen und neuen Entwicklungsaufgaben.

Fünf Teams – fünf Spiele
Fr., 18.09. 20:15 Uhr THW Kiel U23 – SG Flensburg-Handewitt
Sa., 19.09. 16:00 Uhr HT Norderstedt – THW Kiel U15
So., 20.09. 14:15 Uhr HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg – THW Kiel U13
So., 20.09. 15:00 Uhr HSG Herzhorn/Kollmar/Neuendorf – THW Kiel U17/2
So., 20.09. 15:00 Uhr SC Magdeburg – THW Kiel U19

Vom Gegner zum Mitspieler: Acht Jungzebras fahren anschließend zum DHB
Für einen großen Teil unserer U19 endet die Handballwoche nicht mit dem Schlusspfiff in Magdeburg. Bereits am Montag, 21. September, beginnt im Sport- und Bildungszentrum Malente der nächste Lehrgang der männlichen U19-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes. Die Maßnahme unter Bundestrainer Erik Wudtke läuft bis Mittwoch, 23. September 2026. Die Spieler werden am Montag bis 13:30 Uhr in Malente erwartet, die Abreise erfolgt am Mittwoch ab etwa 13:30 Uhr.

Aus Kieler Sicht ist die Delegationsliste besonders erfreulich. Gleich acht Jungzebras gehören zum 19 Spieler umfassenden Aufgebot des DHB: Anton Hahn, Claudius Beuthner, Henrik Rohwer, Vincent Faciejew, Julius Eisend, Jasper Anschütz, Kjell Suhr und Tobias Dengler. Damit stellt der THW Kiel die größte Vereinsgruppe innerhalb des aufgeführten DHB-Kaders. Für die Kieler Talente ergibt sich damit ein intensiver Übergang: Sonntag Jugendbundesliga beim SC Magdeburg – Montag Nationalmannschaft in Malente. Besonders interessant: Einige Spieler, die sich am Sonntagnachmittag noch als Gegner gegenüberstehen, werden nur wenige Stunden später gemeinsam trainieren. Mit Elvis Kretzschmar, Mats Brigzinsky, Raphael Welsch und Anton Stemmer gehören vier Spieler des SC Magdeburg ebenfalls zum DHB-Aufgebot. Hinzu kommen Moritz Detlefsen, Constantin Minning und Klaas Simon von der SG Flensburg-Handewitt.

Sonntag Gegner – Montag gemeinsam beim DHB.
Auch das gehört zum Nachwuchsleistungshandball. Acht Nominierungen – eine weitere Station auf dem Zebra-Weg Die acht Einladungen nach Malente sind gleichzeitig ein schönes Zeichen für die kontinuierliche Ausbildungsarbeit der THW Kiel Junioren. Für die Spieler selbst steht jedoch die nächste Entwicklungsaufgabe im Mittelpunkt. Beim DHB treffen sie auf weitere Talente aus verschiedenen Nachwuchsleistungszentren, erhalten neue Trainingsimpulse und müssen sich erneut in einem anderen Umfeld präsentieren. Die Maßnahme dauert drei Tage und endet am Mittwoch. Erfahrungen aus dem Verein werden mit zur Nationalmannschaft genommen – und neue Erfahrungen anschließend wieder mit zurück nach Kiel gebracht.
Ein Wochenende – viele Aufgaben – ein gemeinsamer Zebra-Weg
Von der U13 über U15 und U17/2 bis zur U19 und U23 zeigt dieses Wochenende wieder die ganze Bandbreite der Nachwuchsarbeit bei den Jungzebras.

Unsere U17-Jugendbundesliga nutzt noch eine zusätzliche Trainingswoche. Gleichzeitig sammeln bereits fünf U17-Spieler Erfahrungen in der nächsthöheren Altersklasse. Die U19 misst sich vier Monate nach dem DM-Finale erneut mit dem SC Magdeburg. Und anschließend wechseln acht Kieler Talente direkt vom Vereinstrikot zum DHB-Lehrgang nach Malente.

So entsteht Entwicklung nicht an einem einzelnen Wochenende und nicht innerhalb einer einzelnen Mannschaft.

Sie entsteht über Jahre und über die verschiedenen Alters- und Leistungsstufen hinweg: U13 → U15 → U17 → U19 → U23 → Erwachsenenhandball.

Trainieren. Spielen. Lernen. Fehler machen. Neue Lösungen finden. Verantwortung übernehmen.
Die nächste Herausforderung annehmen. Fünf Teams. Fünf Spiele. Fünf U17-Spieler bereits mit U19-Erfahrung.
Acht DHB-Nominierungen. Ein gemeinsamer Zebra-Weg.

Und bevor es am Wochenende für vier Mannschaften auf Reisen geht, gehört der Freitagabend unserer U23:

20:15 Uhr – Edgar-Meschkat-Halle – THW Kiel gegen SG Flensburg-Handewitt.

Kommt vorbei. Seid laut. Unterstützt unsere Jungzebras!
Einmal Zebra – immer Zebra.
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